Wahlaufruf: So viele Frauenkandidaturen wie noch nie –Zeit für halbe-halbe!


Bern, 30. September 2019.
Eine breite Frauenkoalition ruft dazu auf, am
20. Oktober mehr Frauen ins Parlament zu wählen. Die statistische Analyse der Kandidaturen zeigt: Erstmals kandidieren mehr als 40 Prozent Frauen für den Nationalrat. In fast allen Kantonen und auf den Wahllisten fast aller Parteien ist der Frauenanteil gestiegen. An Kandidatinnen fehlt es also nicht. Jetzt gilt es, die Frauen auch zu wählen. Das Ziel ist halbe-halbe: ein Parlament, in dem Frauen und Männer gleichermassen vertreten sind.

Kandidatinnen, die Mitglied in einer SGF-Sektion sind

Wahlaufruf 30-9-19

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Zusatzmaterial-Grafik d







Anerkennung der gemeinnützigen Arbeit in den Gemeinden

Brief an den

Schweizerischer Gemeindeverband
Herr Ständerat Hannes Germann
Laupenstrasse 35
Postfach
3005 Bern

Sehr geehrter Herr Ständerat
Sehr geehrte Damen und Herren

1888 gründeten die gemeinnützigen Frauenvereine in der deutschen und rätoromanischen Schweiz einen Dachverband; den SGF (Dachverband Schweizerischer Gemeinnütziger Frauen). Damit bezweckten die lokalen Frauenvereine eine Bündelung ihrer Aktivitäten, um gegenüber staatlichen Organen gestärkt aufzutreten. Die Aufgaben in den Sektionen haben sich geändert, das Engagement der Frauen ist nach wie vor grossartig und wird
erfreulicherweise von den Gemeinden anerkannt und geschätzt. Dafür danken wir Ihnen und Ihren Kollegen und Kolleginnen bestens.

Viele Gemeinden laden bereits heute die Freiwilligen aus Kultur, Sport und den gemeinnützigen Organisationen zu einem Apéro oder Helferanlass ein. Bei diesem Anlass treffen Gemeindevertre-ter/innen mit Freiwilligen zusammen.

Wir gehen in unseren Visionen weiter. Zur besseren Sichtbarkeit der ehrenamtlichen Arbeit – nicht nur, aber auch, der Frauenvereine - möchten wir anregen, dass die Gemeinden wiederkehrend, eine Preisvergabe für „gemeinnütziges Engagement“ lancieren. Damit würde der Bevölkerung – auch den Personen, die sich nicht ehrenamtlich engagieren können oder wollen – aufgezeigt, wie viel gemeinnützige Arbeit in den Gemeinden und Kantonen geleistet wird.
Sie vertreten als Verband eine starke Basis mit 1‘583 Gemeinden und wir bitten Sie, unseren An-stoss „Preisvergabe für gemeinnütziges Engagement“ zu prüfen, an Ihre Mitglieder weiterzuleiten und wenn möglich eine Empfehlung auszusprechen.

Für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Über eine Rückmeldung zu unserem Begehren freuen wir uns.

Freundliche Grüsse

SGF - Dachverband Schweizerischer Gemeinnütziger Frauen

Béatrice Bürgin, Zentralpräsidentin
Jana Fehrensen, Ressort Marketing


Lenzburg, 26. September 2019

Lohn – Zeit – Respekt – Frauenstreik 2019

„Lohn – Zeit – Respekt“
Dies war das Motto des Frauenstreiks 2019. Hunderttausende von Frauen und auch sie unterstüt-zende Männer und Kinder gingen am 14. Juni auf die Strasse. Besonders bewegend fand ich, dass sich viele junge Frauen zeigten.

Es war eine friedliche, fröhliche, bunte und zeitweise auch laute Kundgebung, die bereits im Vorfeld für viele Texte und Kommentare sowohl in den elektronischen als auch in den Print-Medien gesorgt hatte.

Hat er etwas bewegt, der Frauenstreik?

Ich meine ja.

Plötzlich ist die Frage einer angemessenen weiblichen Vertretung in den Führungsgremien börsenkotierter Unternehmen in den eidgenössischen Räten wieder Thema. Ebenso der Vaterschaftsurlaub. Dass eine so grosse Anzahl von Menschen sich öffentlich für

Frauenrechte und für Gleichberechtigung einsetzt, kann nicht ohne Folgen bleiben.

Schön, dass einige SGF-Frauen dem Aufruf gefolgt sind und ebenfalls am „Streik“ teilgenommen haben. Dafür danken wir Ihnen!

Wie wir den Medien entnehmen können, stellen sich viele Frauen, auch und gerade junge Frauen, als Nationalratskandidatinnen zur Verfügung. Unterstützen wir sie mit unseren Wahlzetteln. Auch wenn sich die politischen Haltungen auch von Frauen stark an den Themen und Haltungen der jeweiligen Parteien orientieren, so hat doch eine Frau einen anderen Blick auf die Welt als ein Mann.

Auch hier möchten wir, wie bereits im Bundesrat verwirklicht, halbe-halbe.

Béatrice Bürgin, Zentralpräsidentin SGF